Glossar

Abschreibung

Bei der Abschreibung wird der Wert von Verm√∂gensgegenst√§nden um einen bestimmten Betrag gemindert. Die Wertminderung erfolgt dabei im Laufe der Nutzungsdauer durch Nutzung. Sie wird bei der bilanziellen Abschreibung in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand eingetragen. F√ľr die Berechnung werden die Anschaffungskosten sowie die Nutzungsdauer (nach AfA Tabellen) ber√ľcksichtigt. 

Bei der kalkulatorischen Abschreibung hingegen gehen die voraussichtlichen Wiederbeschaffungskosten sowie die reale Nutzungsdauer nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung mit ein.


Annuität

Annuit√§t bedeutet, dass ein Darlehen in regelm√§√üigen R√ľckzahlungen bzw. Tilgungen beglichen wird. Diese unterteilen sich jeweils in eine Zins- und einen Tilgungsanteil. Im Verlauf eines Darlehens √§ndert sich das Verh√§ltnis von Zinsen und Tilgung zugunsten der Tilgung, da die Zinsen stets nur auf die Restschuld erhoben werden.


Außenprovision

Die Au√üenprovision bezeichnet den Teil einer Verkaufsprovision, die an den K√§ufer abf√§llt. Aktuell wird eine Provision entweder nur vom K√§ufer (Au√üenprovision), nur vom Verk√§ufer (Innenprovision) oder anteilig von beiden bezahlt. Seit dem 23. Dezember 2020 besteht das neue Gesetz √ľber die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufvertr√§gen √ľber Wohnungen und Einfamilienh√§user. 

Sind wir als Immobilienmakler in Calw dementsprechend f√ľr beide Parteien t√§tig, zahlen beide Parteien dieselbe Provisionsh√∂he. Arbeiten wir nur f√ľr eine Partei, ist allein diese courtagepflichtig, kann aber mit der zweiten Partei eine Vereinbarung zur Erstattung der Kosten treffen.


Baulast

Die Baulast bezeichnet eine Beschr√§nkung der Bebaubarkeit f√ľr ein Grundst√ľck. Es handelt sich um eine √∂ffentlich-rechtliche Verpflichtung seitens des Eigent√ľmers bzw. der Eigent√ľmerin gegen√ľber einer Baubeh√∂rde. Die Person verpflichtet sich dadurch, bestimmte Dinge zu dulden, zu tun oder zu unterlassen, die das Grundst√ľck betreffen. Baulasten werden grunds√§tzlich im Baulastenverzeichnis eingetragen, welches von der Bauaufsichtsbeh√∂rde gef√ľhrt wird.


Baulastenverzeichnis

Im Baulastenverzeichnis, das von der Bauaufsichtsbeh√∂rde gef√ľhrt wird, sind alle Baulasten eingetragen. Mit einer Baulast verpflichten sich Grundst√ľckseigent√ľmer und -eigent√ľmerinnen  √∂ffentlich-rechtlich gegen√ľber der Beh√∂rde hinsichtlich eines Grundst√ľcks.


Bauvorlagen

Bei Bauvorlagen handelt es sich um alle Unterlagen, die bei einem Bauantrag eingereicht werden m√ľssen. Anhand dieser Dokumente stuft die Bauaufsichtsbeh√∂rde die Zul√§ssigkeit eines Bauvorhabens ein. Dabei wird der Umfang der Bauvorlagen durch die jeweilige Landesbauordnung geregelt.


Bodenrichtwert

Der Bodenrichtwert spielt bei der Wertermittlung eines Grundst√ľcks eine wesentliche Rolle. Denn der Preis f√ľr Baugrund h√§ngt neben der Gr√∂√üe auch ma√ügeblich von der Lage ab. Das Bauamt oder Gutachter und Gutachterinnen k√∂nnen den Bodenrichtwert in Euro pro Quadratmeter bestimmen. Der Preis eines Grundst√ľcks ergibt sich dann durch Multiplikation mit der Gr√∂√üe des Objekts.

Mit Kaufpreissammlungen und in einem Gutachterausschuss werden Bodenrichtwerte regelm√§√üig ermittelt. Hierzu werden durchschnittliche Bodenwerte f√ľr vergleichbare Stadtgebiete herangezogen und Mittelwerte gebildet.


Dienstbarkeit

Die Dienstbarkeit ist ein juristischer Begriff, der die Nutzungsrechte eines Grundst√ľcks fachgerecht beschreibt. Bei der Dienstbarkeit werden folgende Formen unterschieden:

  • Grunddienstbarkeiten, wie Wegerecht oder Leitungsrecht
  • Beschr√§nkt pers√∂nliche Dienstbarkeiten, wie Wohnungsnutzungsrecht oder Benutzungsrecht
  • Nie√übrauch

Dienstbarkeiten werden im Grundbuch festgeschrieben und k√∂nnen bei Bedarf eingesehen werden. Vor allem bei einem Verkauf sollten Sie auf Dienstbarkeiten achten, da diese nicht an G√ľltigkeit verlieren. 


Eigenbedarf

Sicher haben Sie im Zusammenhang mit der K√ľndigung eines Mietvertrags den Begriff Eigenbedarf schon einmal geh√∂rt. Der Eigenbedarf beschreibt einen Grund, der Sie als Vermieter oder Vermieterin zu einer ordentlichen K√ľndigung berechtigt. Zum Beispiel, wenn Sie die Wohnung selbst nutzen m√∂chten oder ein Familienangeh√∂riger oder eine -angeh√∂rige verwenden m√∂chte, k√∂nnen Sie Eigenbedarf anmelden.

Es gibt jedoch einige Faktoren, die Sie beachten m√ľssen. Wird eine Mietwohnung verkauft und in eine Eigentumswohnung umgewandelt, m√ľssen Sie die gesetzliche K√ľndigungssperrfrist beachten, die zwischen drei und zehn Jahren liegen kann. Zudem muss ein berechtigtes Interesse des Vermieters oder der Vermieterin vorliegen, das zum Eigenbedarf f√ľhrt.


Einfacher Alleinauftrag

Bei einem einfachen Alleinauftrag verpflichten Sie sich als Immobilienbesitzer f√ľr den Verkauf oder das Vermieten f√ľr einen definierten Zeitraum keinen zweiten Makler oder keine zweite Maklerin zu beauftragen. Im Gegenzug muss der oder die Beauftragte aktiv t√§tig werden und sich intensiv f√ľr die Auftragsabwicklung einsetzen. Eigene Aktivit√§ten darf der Besitzer oder die Besitzerin dagegen unternehmen. Zudem ist dieser oder diese nicht zum Abschluss eines Hauptvertrags verpflichtet.


Einfacher Maklerauftrag

Bei einem einfachen Maklerauftrag haben Sie keine Beschränkungen, wie viele Fachleute Sie mit dem Verkaufen oder Vermieten Ihrer Immobilie Sie beauftragen. Zudem muss die Fachperson sich nicht unmittelbar mit der intensiven Abwicklung beschäftigen. Im Vergleich zu einem Alleinauftrag ist daher der einfache Maklerauftrag weniger bindend. Bei einer erfolgreichen Abwicklung ist der Makler oder die Maklerin zur Berechnung einer Provision berechtigt.


Exposé

Bei einem Exposé handelt es sich um eine ansprechende Zusammenstellung von Unterlagen, die eine Immobilie passend präsentiert. In einem Exposé sind beispielsweise folgende Bestandteile enthalten:

  • Bilder des Objekts
  • Der Energieausweis
  • Beschreibung zu Ausstattung, Zustand und Gr√∂√üe
  • Lageplan
  • Kontaktdaten des Maklers oder der Maklerin
07052/935570